Sowohl 0W30 als auch 5W30 sind vollsynthetische Motoröle für moderne Fahrzeuge – aber es gibt einen wichtigen Unterschied im Kaltstart-Verhalten. Wir erklären, wann welches Öl die bessere Wahl ist.
Das „W“ in der Viskositätsangabe steht für Winter. Die Zahl davor bestimmt, bis zu welcher Temperatur das Öl noch fließfähig bleibt:
Bei Betriebstemperatur (100°C) sind beide Öle identisch (Viskositätsstufe 30). Der Unterschied liegt ausschließlich im Kaltstart-Verhalten.
Das dünnflüssigere 0W30 bietet beim Kaltstart klare Vorteile:
Für die meisten Fahrer in Mitteleuropa ist 5W30 vollkommen ausreichend. In Deutschland, Österreich und der Schweiz fallen die Temperaturen selten unter -20°C. 5W30 ist deshalb das Standard-Motoröl für die meisten europäischen Modelle und deutlich breiter verfügbar.
Die Entscheidung trifft letztlich der Fahrzeughersteller. Einige Beispiele:
0W30 ist in der Regel 10-20% teurer als vergleichbares 5W30, da die Herstellung technisch anspruchsvoller ist. Die Auswahl ist auch kleiner – nicht jeder Hersteller bietet 0W30 mit speziellen Freigaben an.
Verwenden Sie das Öl, das Ihr Fahrzeughersteller vorschreibt. Wenn beide Viskositäten zugelassen sind: In sehr kalten Regionen oder für Hybridfahrzeuge ist 0W30 die bessere Wahl. In normalen mitteleuropäischen Bedingungen ist 5W30 absolut ausreichend und günstiger.
Mehr zur Viskosität erfahren Sie in unserem SAE-Klassen Guide. Nutzen Sie auch unseren Motoröl Finder für eine individuelle Empfehlung.
Kann ich statt 0W30 auch 5W30 verwenden?
Wenn der Hersteller 5W30 freigibt: Ja. Wenn nur 0W30 vorgeschrieben ist, sollten Sie dabei bleiben.
Ist 0W30 auch für ältere Fahrzeuge geeignet?
In der Regel nein. 0W30 ist ein hochwertiges Vollsyntheseöl für moderne Motoren. Für ältere Fahrzeuge werden meist dickflüssigere Viskositäten empfohlen.