Motoröl CCMC

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Die Abkürzung CCMC steht für Comité des Constructeurs d’Automobiles du Marché Commun. Hierbei handelte es sich um eine Organisation europäischer Automobilhersteller, die Klassifizierungen für Motoröl entwickelt hat. Als Grundlage dienten europäische Normen und Vorschriften sowie die Anforderungen verschiedener Motortypen und der verwendeten Kraftstoffe.

Die Kennzeichnung der Motoröle erfolgte je nach Fahrzeugtyp mit unterschiedlichen Buchstaben. Der Buchstabe G bezeichnete dabei Motoröl für Benzinmotoren, während die Kennzeichnungen D und PD für Dieselmotoren standen.

Ergänzend zu dieser Kategorisierung erfolgte eine Unterteilung in Leistungsklassen, die durch die Zahlen 1 bis 5 nach dem jeweiligen Buchstaben dargestellt wurden. Eine höhere Zahl bedeutete dabei eine höhere Leistungsklasse des entsprechenden Motoröls.

Die Ablösung der CCMC-Spezifikationen durch ACEA

Die Redaktion von motoroel-vergleich.de weist darauf hin, dass die Organisation CCMC sowie deren Spezifikationen für Motoröl heute nicht mehr existieren. Das CCMC-System wurde bereits seit 1991 nicht mehr überarbeitet und hat daher für moderne Fahrzeuge keine Relevanz mehr.

An die Stelle der CCMC trat die Organisation ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles), in der sich die europäischen Automobilhersteller zusammengeschlossen haben. Diesem Verband gehören derzeit 15 bedeutende Marken an.

Im Rahmen der ACEA als Nachfolgeorganisation des CCMC entwickelten die Automobilhersteller die ACEA-Spezifikationen. Diese stellen ebenfalls eine genormte Klassifizierung für Motoröl dar und werden kontinuierlich aktualisiert – zuletzt im Jahr 2021 mit den ACEA 2021 Normen.

Analog zu den früheren CCMC-Klassen verwendet auch das ACEA-System Buchstaben für die Kategorien sowie Zahlen zur weiteren Differenzierung. Es existieren folgende ACEA-Klassen:

  • A – für Benzinmotoren
  • B – für Dieselmotoren
  • C – für Benzin- und Dieselmotoren mit Partikelfilter (relevant für moderne Euro 6d-Fahrzeuge)
  • E – für LKW-Dieselmotoren

Für die Klassen A und B erfolgt die weitere Einteilung durch die Zahlen 1 bis 5, während für die Klasse C die Zahlen 1 bis 4 vergeben werden. Die C-Klassen sind besonders wichtig für moderne Fahrzeuge mit Abgasnachbehandlungssystemen, da sie einen niedrigen Schwefel-, Phosphor- und Sulfatasche-Gehalt (Low SAPS) aufweisen.

Aktuelle Entwicklungen und Bedeutung für moderne Antriebe

Neben den ACEA-Spezifikationen spielen heute auch andere internationale Standards eine wichtige Rolle, wie etwa die API-Klassifikation (derzeit API SP für Benzinmotoren). Für Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge gelten besondere Anforderungen an das Motoröl, da der Verbrennungsmotor häufigen Kalt- und Warmstarts ausgesetzt ist.

Reine Elektrofahrzeuge benötigen zwar kein klassisches Motoröl, jedoch spezielle Getriebeöle für ihre Elektromotoren. Die Entwicklung von Schmierstoffen passt sich kontinuierlich den technologischen Fortschritten im Automobilbereich an.

Fazit: CCMC-Klassifikationen sind historisch

Wenn Sie nach aktuellen europäischen Spezifikationen für Motoröl suchen, sind heute ausschließlich die Normen der ACEA maßgeblich, da die CCMC-Klassifikationen seit Jahrzehnten nicht mehr verwendet werden. Achten Sie bei der Auswahl des richtigen Motoröls auf die aktuellen ACEA 2021 Spezifikationen sowie die Herstellervorgaben für Ihr Fahrzeug. Weitere Informationen zu modernen Motorölspezifikationen finden Sie auf motoroel-vergleich.de.

Motoröl Vergleich
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