Ölalterung von Mineral- und Syntheseölen

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Während früher hauptsächlich mineralische Motoröle zum Einsatz kamen, haben synthetische Öle diesen mittlerweile eindeutig den Rang abgelaufen. Das ist auch kein Wunder, da synthetische Motoröle einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen Variante bieten.

Aus diesem Grund kommen sie bei modernen Fahrzeugen, die den aktuellen Euro 6d-Standard erfüllen, praktisch ausschließlich zum Einsatz. Wie es sich mit der Ölalterung von Mineral- und Syntheseölen verhält und welche der beiden Sorten hier die Nase vorn hat, erfahren Sie im Folgenden.

Warum altert Motoröl überhaupt?

Wenn das Öl im Motor zum Einsatz kommt, altert es mit der Zeit unweigerlich. Das ist auch der Grund, warum Sie regelmäßig einen Ölwechsel durchführen müssen. Zum einen verunreinigen Metallabrieb und andere Partikel das Öl mit der Zeit. Dadurch nimmt sein Verschmutzungsgrad, spätestens wenn der Ölfilter seine Filterwirkung verliert, kontinuierlich zu.

Auch der Einfluss von Luft oder eine Verunreinigung mit anderen Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Wasser, Kraftstoff oder Kondensat, wirken sich auf die Oxidation von Öl aus. Das Öl altert und verliert nach und nach seine Eigenschaften, die es als Schmiermittel benötigt.

Dem Öl beigefügte Antioxidantien können den Alterungsprozess während der Nutzung zwar deutlich verlangsamen, jedoch nicht vollständig aufhalten. Moderne Additivpakete, die den aktuellen Spezifikationen wie ACEA 2021 oder API SP entsprechen, sind jedoch deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen.

Warum Syntheseöl in der Regel langsamer altert

Synthetisches Motoröl altert in aller Regel deutlich langsamer als mineralisches Öl. Das liegt, neben den enthaltenen Additiven, in erster Linie an der Zusammensetzung der Ölmoleküle. Die Moleküle sind gleichmäßiger aufgebaut und bieten somit deutlich weniger Angriffspunkte für Sauerstoff, welcher für den Beginn der Alterung verantwortlich ist.

Neben diesen beiden Punkten kommt außerdem die Tatsache hinzu, dass bei Syntheseöl in der Regel höhere Temperaturen notwendig sind, um die Ölalterung zu beschleunigen. Alleine aufgrund dieser Eigenschaft sind bereits deutlich höhere Laufzeiten möglich. Dies ist besonders bei modernen Motoren mit Start-Stopp-Systemen oder bei Hybridfahrzeugen von Vorteil, wo häufige Kaltstarts auftreten.

Auch Syntheseöl unterliegt der Alterung

Auch wenn modernes synthetisches Motoröl längere Laufzeiten ermöglicht, bedeutet dies natürlich nicht, dass es nicht auch irgendwann altert und ausgetauscht werden muss. An die vom Hersteller vorgegebenen Intervalle für den Ölwechsel sollten Sie sich daher immer halten.

Die im Syntheseöl enthaltenen Antioxidantien bauen sich mit der Zeit ab, bis schließlich auch hier die Alterung einsetzt. Die Verschmutzung durch Verbrennungsrückstände, Ruß und andere Ablagerungen sorgt auch hier zusätzlich für eine Alterung. Allerdings sind mit synthetischen Motorölen, die den aktuellen ACEA 2021 oder API SP Spezifikationen entsprechen, dennoch deutlich größere Laufzeiten möglich.

Bei Hybridfahrzeugen kann die Ölalterung übrigens anders verlaufen als bei reinen Verbrennern, da der Motor nicht kontinuierlich läuft. Dennoch müssen auch hier die vorgegebenen Wechselintervalle eingehalten werden.

Fazit zur Ölalterung

Mineralisches Motoröl ist zumindest bei einigen älteren Fahrzeugen noch immer eine geeignete Wahl. Bei einigen Motoren älterer Bauart ist der Einsatz von Syntheseöl teilweise auch nicht ratsam, weil diese konstruktionsbedingt nicht dafür ausgelegt sind.

Bei modernen Fahrzeugen, die den Euro 6d-Standard erfüllen, hat sich synthetisches Öl jedoch eindeutig durchgesetzt. Seine langsamere Alterung und die damit verbundene längere Laufzeit zwischen zwei Ölwechseln tragen hier natürlich erheblich dazu bei.

Hinzu kommen noch weitere positive Eigenschaften, die synthetische Öle zu einer guten Wahl machen. Vor allem Leichtlauföle oder auch spezielle Longlife-Öle können hier besonders punkten und werden zudem kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert.

Die Redaktion von motoroel-vergleich.de empfiehlt, sich bei der Wahl des richtigen Motoröls stets an den Herstellervorgaben zu orientieren und die entsprechenden Spezifikationen zu beachten. Weitere Informationen zu den verschiedenen Motorölarten finden Sie auf unserer Website.

Motoröl Vergleich
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