Motoröl absaugen

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Beim Ölwechsel wird das Motoröl üblicherweise durch das Öffnen der Ablassschraube an der Ölwanne abgelassen. Eine alternative Methode stellt das Absaugen des Altöls dar. Hierfür stehen verschiedene Absaugpumpen zur Verfügung. Im Folgenden erfahren Sie, wie diese Geräte funktionieren und welche Vor- und Nachteile sie bieten.

Funktionsweise einer Ölabsaugpumpe

Eine Ölabsaugpumpe arbeitet nach dem Unterdruckprinzip. Sie verfügt über einen flexiblen Schlauch, der durch die Öffnung des Ölmessstabs bis zum tiefsten Punkt der Ölwanne eingeführt wird. Wichtig ist dabei, dass Sie auch den Öleinfülldeckel abschrauben, da andernfalls im Motorraum ein Unterdruck entsteht, der den Absaugvorgang erheblich erschwert oder sogar unmöglich macht.

Verfügbare Modelle von Ölabsaugpumpen

Auf dem Markt sind im Wesentlichen zwei Arten von Ölabsaugpumpen erhältlich. Die manuelle Absaugpumpe funktioniert ähnlich wie eine Fahrradluftpumpe und erfordert körperlichen Einsatz. Durch das manuelle Pumpen erzeugen Sie den notwendigen Unterdruck, der das Altöl aus dem Motor saugt. Für kleinere Fahrzeuge und gelegentliche Ölwechsel ist diese Variante in der Regel ausreichend.

Daneben gibt es elektrische Ölabsaugpumpen, bei denen ein Elektromotor die Arbeit übernimmt. Diese Modelle gestalten den Absaugvorgang deutlich komfortabler und in der Regel auch schneller. Allerdings liegt der Anschaffungspreis elektrischer Pumpen erheblich über dem manueller Varianten. Ob sich diese Investition für Sie lohnt, hängt von der Häufigkeit der Nutzung und Ihren individuellen Anforderungen ab.

Vorteile der Ölabsaugung

Der wesentliche Vorteil beim Absaugen des Motoröls liegt in der unkomplizierten Handhabung. Die Ablassschraube befindet sich an der Unterseite der Ölwanne und ist somit nur schwer zugänglich. Um sie zu erreichen, benötigen Sie normalerweise eine Hebebühne oder eine Arbeitsgrube.

Da nicht jeder Fahrzeugbesitzer über solche Einrichtungen verfügt und das Fahrzeug während des Ablassens waagrecht stehen muss, scheidet die Verwendung eines einfachen Wagenhebers aus. Mit einer Ölabsaugpumpe umgehen Sie dieses Problem elegant. Sie müssen lediglich die Motorhaube öffnen, den Öleinfülldeckel abschrauben und den Ölmessstab herausziehen. Anschließend führen Sie den Pumpenschlauch in die Messstab-Öffnung ein und können mit dem Absaugen beginnen.

Diese Methode eignet sich auch für Hybrid-Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, bei denen der Zugang zur Unterseite aufgrund zusätzlicher Batteriekomponenten manchmal erschwert ist.

Nachteile beim Motoröl absaugen

Ein möglicher Nachteil der Ölabsaugung ist die Gefahr unvollständiger Entleerung. Um wirklich das gesamte Altöl zu entfernen, muss der Schlauch exakt den tiefsten Punkt der Ölwanne erreichen. Gelingt dies nicht, verbleibt beim Öl absaugen ein Rest des alten Motoröls in der Wanne.

Dies ist besonders problematisch, wenn Sie hochwertige Motoröle mit aktuellen Spezifikationen wie ACEA 2021 oder API SP verwenden, da sich das neue Öl mit Altölresten vermischt und seine Eigenschaften beeinträchtigt werden können. Gerade bei unerfahrenen Anwendern kann der verbleibende Ölrest durchaus beträchtlich ausfallen.

Beim konventionellen Ablassen über die Ablassschraube tritt dieses Problem nicht auf. Sofern das Fahrzeug waagrecht steht, wird nahezu das komplette Altöl sehr gründlich entfernt.

Besondere Anwendungsfälle

Eine Ölabsaugpumpe erweist sich auch dann als praktisch, wenn Sie versehentlich zu viel Motoröl nachgefüllt haben und etwas ablassen müssen. Bei einigen Fahrzeugmodellen, wie beispielsweise dem Smart, ist werksseitig keine Ablassschraube vorgesehen, sodass hier ausschließlich das Absaugen des Öls möglich ist.

Fazit: Ölabsaugpumpe als praktische Alternative

Eine Ölabsaugpumpe stellt eine praktische Alternative zum konventionellen Ölwechsel dar und erleichtert die Arbeit erheblich, insbesondere wenn keine Hebebühne oder Arbeitsgrube zur Verfügung steht. Die Handhabung ist grundsätzlich einfach und eignet sich sowohl für Benzin- und Dieselfahrzeuge mit Euro 6d-Norm als auch für Hybrid-Modelle.

Allerdings sollten Sie beachten, dass die korrekte Anwendung entscheidend ist. Es besteht das Risiko, dass nicht das gesamte Altöl abgesaugt wird und Reste in der Ölwanne verbleiben. Für optimale Ergebnisse beim Ölwechsel empfiehlt die Redaktion von motoroel-vergleich.de, sich mit der Handhabung vertraut zu machen und gegebenenfalls beim ersten Mal eine Kontrolle durchzuführen.

Weitere Informationen zum Thema Motoröl und Ölwechsel finden Sie auf motoroel-vergleich.de.

Motoröl Vergleich
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